Ver­netz­tes Fach­wis­sen


Könn­ten Sie spon­tan auf die Inhal­te Ihrer letz­ten Wei­ter­bil­dung zugrei­fen? Und wie vie­le inter­es­san­te Arti­kel haben Sie in den letz­ten Mona­ten gele­sen? Kön­nen sie einen kon­kre­ten Bei­trag kurz­fris­tig wie­der­fin­den, wenn sie etwas nach­le­sen oder ihn mit einer anders­lau­ten­den Infor­ma­ti­ons­quel­le ver­glei­chen wol­len?

Um heut­zu­ta­ge beruf­lich erfolg­reich zu sein und mög­lichst rich­ti­ge Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, ist Wis­sen, neben Fähig­kei­ten und Fer­tig­kei­ten, eine der wich­tigs­ten Qua­li­fi­ka­tio­nen. Dabei wer­den als Wis­sen die auf ver­ar­bei­te­ten Daten und Infor­ma­tio­nen beru­hen­den Kennt­nis­se ver­stan­den, die zur Pro­blem­lö­sung ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Wis­sen stellt damit eine Kom­pe­tenz zur Lösung spe­zifi­scher Pro­ble­me sowie die kogni­ti­ve Befä­hi­gung zum Han­deln dar.[1]

Wis­sen im beruf­li­chen All­tag

Im beruf­li­chen All­tag spielt neben dem impli­zi­ten, ver­in­ner­lich­ten Wis­sen, das expli­zi­te, doku­men­tier­te Wis­sen die grö­ße­re Rol­le. Nur was schnell zugreif­bar und doku­men­tiert ist, kann leicht wei­ter­ge­ge­ben, gezeigt oder ergänzt wer­den. Doch bei der Viel­zahl heu­ti­ger Infor­ma­ti­ons­quel­len den Über­blick zu behal­ten, ist inzwi­schen äußerst schwie­rig. Soft­ware kann ein Hilfs­mit­tel sein. Häu­fig stößt sie jedoch an Gren­zen: Infor­ma­tio­nen lie­gen the­ma­tisch getrennt in ver­schie­de­nen Sys­te­men vor und sind weder gemein­sam durch­such­bar noch ver­knüpf­bar, Inhal­te müs­sen kate­go­ri­siert oder struk­tu­riert wer­den, auch wenn sie teil­wei­se nicht ein­deu­tig kate­go­ri­sier­bar sind, Anwen­dun­gen sind nur für bestimm­te Betriebs­sys­te­me ver­füg­bar oder Inhal­te kön­nen nur umständ­lich geän­dert und ergänzt wer­den.

Infor­ma­tio­nen ver­net­zen

Nichts mehr ver­ges­sen. Die­sem in man­cher­lei Hin­sicht erstre­bens­wer­tem Traum kommt Con­ver­ge­re durch Ein­satz einer Soft­ware des US-Anbie­ters The­Brain Tech­no­lo­gies rela­tiv nahe. Ver­gleich­bar mit einem Mind­map­ping-Tool ermög­licht sie Infor­ma­tio­nen mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen. Ange­lehnt an die Funk­ti­ons­wei­se des mensch­li­chen Gehirns kön­nen dabei jedoch nicht nur hier­ar­chi­sche Bezie­hun­gen auf­ge­baut wer­den, son­dern es ent­ste­hen gan­ze Infor­ma­ti­ons­net­ze. Einem Gedan­ken kön­nen neben „Kind-Gedan­ken“ auch meh­re­re „Eltern-und Schwes­ter-Gedan­ken“ hin­zu­ge­fügt wer­den. Unter­schied­lichs­te Infor­ma­ti­ons­ar­ten und Quel­len, wie bei­spiels­wei­se Datei­en, Links, Per­so­nen, Unter­neh­men oder Ver­an­stal­tun­gen kön­nen mit­ein­an­der ver­netzt wer­den. Durch die ein­fa­che Bedie­nung und die uni­ver­sel­le Ein­setz­bar­keit ist es mög­lich, Zusam­men­hän­ge zwi­schen ver­schie­dens­ten Wis­sens­ge­bie­ten her­zu­stel­len. Neben einer Desk­top-Ver­si­on kann auch über eine Web-Ober­flä­che sowie eine Smart­pho­ne-App dar­auf zuge­grif­fen wer­den.

Bei­spiel­haf­tes Wis­sens­netz

Mög­lich­kei­ten und Vor­tei­le einer ein­heit­li­chen Wis­sens­ba­sis dar­ge­stellt anhand eines kur­zen, nicht ganz ernst gemein­ten Bei­spiel aus dem Bereich der Ent­schei­dungs­theo­rie:Beispiel für vernetztes Wissen

Zum Umgang mit Ent­schei­dun­gen unter Risi­ko ist die Erwar­tungs­theo­rie, auch genannt Ber­noul­li-Prin­zip, ein mög­li­cher Ansatz. Ent­deckt bzw. ent­wi­ckelt wur­de sie von Dani­el­le Ber­noul­li, wel­cher bereits 1782 ver­starb. Im glei­chen Jahr wur­de Deutsch­lands gro­ßer Dich­ter-Fürst Johann Wolf­gang von Goe­the geadelt. Ange­lehnt an Goe­thes wohl bekann­tes­tes Werk, den „Faust“, hat spä­ter Heinz Erhardt ein­mal gedich­tet: Ich kann’s bis heu­te nicht ver­win­den, / des­halb erzähl ich’s auch nicht gern: / den Stein der Wei­sen wollt ich fin­den / und fand nicht mal des Pudels Kern. Heinz Erhardt wie­der­um ist 1979 ver­stor­ben. Im glei­chen Jahr wur­de von Dani­el Kah­ne­man und Amos Tvers­ky die Pro­spekt-Theo­rie (PT), auch genannt „Neue Erwar­tungs­theo­rie“, ver­öf­fent­licht. Die­se zählt zu den Erwar­tungs­theo­ri­en mit abge­schwäch­tem Unab­hän­gig­keits­axi­om und bil­det eine Alter­na­ti­ve zum ein­gangs erwähn­ten Ber­noul­li-Prin­zip beim Umgang mit Ent­schei­dun­gen unter Risi­ko.

Umfang­rei­ches Bera­tungs-Know-How

Im Bera­tungs­um­feld ist schnell ver­füg­ba­res, expli­zi­tes Wis­sen unver­zicht­bar. So ist es Con­ver­ge­re inzwi­schen jeder­zeit mög­lich spon­tan Über­sichts­gra­fi­ken abzu­ru­fen, um Kun­den Vor­ge­hens­wei­sen oder Wis­sens­zu­sam­men­hän­ge zu ver­deut­li­chen. Auf bewähr­te betriebs­wirt­schaft­li­che Defi­ni­tio­nen kann samt Quel­len zurück­ge­grif­fen wer­den, um in Pro­jek­ten zügig eine gemein­sa­me Wis­sens­ba­sis und ein­heit­li­ches Ver­ständ­nis zu schaf­fen. Und Vor­trä­ge und Schu­lun­gen kön­nen kurz­fris­tig und indi­vi­du­ell ange­passt auf die Bedürf­nis­se und Vor­aus­set­zun­gen des Kun­den erstellt wer­den.


Cir­ca 25.000 Gedan­ken hat Lars Pra­ger bis­her ver­netzt. Die meis­ten Ein­trä­ge haben Bezug zu betriebs­wirt­schaft­lich rele­van­ten The­men ins­be­son­de­re zu Ent­schei­dun­gen und Pla­nun­gen mit stra­te­gi­schem und tak­ti­schem Hori­zont, sowie den ver­wand­ten Wis­sens­ge­bie­ten aus Pro­jekt­ma­nage­ment, Pro­zess­ma­nage­ment, Ope­ra­ti­on Rese­arch und der Psy­cho­lo­gie. Pro­fi­tie­ren Sie von die­sem stän­dig wach­sen­den, umfang­rei­chen Wis­sens­schatz und ver­bes­sern Sie durch Unter­stüt­zung von Con­ver­ge­re Ihre betrieb­li­chen Ent­schei­dun­gen.


[1] Mül­ler, D. (2014) Inves­ti­ti­ons­con­trol­ling, S.211f

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